Agil? Aber sicher.

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Agil? Aber sicher.

Alles redet über Agilität. Die wenigsten beschäftigen sich intensiv mit dem Thema. Wir haben vor ca. 1.5 Jahren angefangen uns näher mit dem Thema zu beschäftigen. Schlägt man bei Wikipedia nach, erhält man folgende Informationen: „Agilität ist ein Merkmal des Managements einer Organisation ([z.B.] Wirtschaftsunternehmen, (..) flexibel und darüber hinaus proaktiv, antizipativ und initiativ zu agieren, um notwendige Veränderungen einzuführen“.

Häufig beschäftigen sich Unternehmen in erster Linie mit sich selbst. Mit ihren Strukturen, ihren Führungsstilen und nicht zuletzt mit ihren Abteilungen. So entsteht das, was man im Personalwesen Silos nennt. In den verschiedenen Abteilungen des Unternehmens wird Fachwissen aufgebaut – an sich erst einmal nichts Negatives, sondern sogar positiv zu bewerten -. aber es findet wenig Austausch zwischen den einzelnen Abteilungen, den Silos, statt. Sie existieren quasi nebeneinander her und drehen sich dabei häufig um sich selbst, in jedem Silo entsteht Fachwissen. Je tiefer vorhandenes Wissen in den einzelnen Silos umso weniger Austausch zwischen den Abteilungen in der Regel findet statt.

Die Folgen liegen auf der Hand. Die Folgen des fehlenden Austausches führen dazu, dass innerhalb der Silos redundante Strukturen aufgebaut werden müssen, um innerhalb des Silos Krankheiten, Urlaub der Kollegen auffangen zu können, Ersetzbarkeit ist kau gegeben. Denn: von außerhalb der Abteilung wird es niemand können. Hinzu kommt, dass innerhalb der einzelnen Abteilungen unterschiedliche Führungsstile – von autoritär bin hin zu kollegial – gelebt werden (können), die untereinander Begehrlichkeiten wecken und die das Potential haben zu internen Querelen führen. Zudem muss mit großem Aufwand die Kommunikation der Silos untereinander sichergestellt werden. Die Organisation beginnt, sich um sich selbst zu drehen und es entwickeln sich Prozesse und Abläufe die zum Erstarren tendieren, ohne dass sie zielführend sind.

Das Wesen der Agilität, so wie wir sie verstehen, ist niemals fertig zu sein. Sich immer und immer wieder zu hinterfragen und dabei zwei Fragen im Zentrum zu haben

Hilft es unserem Kunden?

Preis und Leistung müssen zusammenpassen, damit sich beide Seiten einer Geschäftsbeziehung wohl fühlen. Wir fordern also von unseren Kunden also durchaus auch Engagement: denn nur so können wir besser werden. Wir stellen permanent Fragen und bringen neue, interaktive Ansätze. Wenn wir unsere Kollegen auf besondere Bedürfnisse einzelner Kunden schulen, dann brauchen andere diese Kompetenzen nicht aufbauen. Gerne schulen Kundenmitarbeiter – oder sogar auch Kollegen von Mitbewerbern. Wir erarbeiten Schnittstellen, um Daten automatisiert und fehlerfrei zu übergeben und zu dokumentieren. Diese permanente Weiterentwicklung wird zum Alleinstellungsmerkmal.

Die zweite Frage: Hilft es unseren Kollegen?

Wenn ja, werden wir es versuchen. Dieser Versuch führt uns gleich zu zwei weiteren Eigenschaften, die für uns untrennbar mit Agilität verbunden sind. Wir arbeiten nach dem Prinzip Trail and Error. Es ist entscheidend für uns, neue Ideen schnell umzusetzen und in einer Version1 auszuprobieren. … und wir diskutieren schnell Feedback zu den Ideen. Wertschätzend und zielführend. Ist die Version brauchbar und erfüllt ihren Zweck (Hilft es den Kollegen?), beginnen wir sofort damit diese weiterzuentwickeln und als verbesserte Version 2 schnell auszuliefern.

Dreh und Angelpunkt: Kommunikation, Führungsverhalten und Vertrauenskultur.

Der Weg hin zu einem agilen Unternehmen ist dabei kein einfacher und agil bedeutet das Gegenteil von laissez fair. Man kann Agilität nicht verordnen, sondern sie muss gewünscht sein – und zu den Kollegen passen.

Agilität ist untrennbar verbunden mit Kommunikation untereinander. Da wir das Prinzip Trail and Error nutzen, ist es wichtig, dass die Kommunikation immer wertschätzend und ohne Gewalt vollzogen wird. Denn nur aus Fehlern lernt man. Fehler sind daher in einigen Bereichen nicht nur erlaubt, sondern notwendig um den „richtigen“ weiteren Kurs des Unternehmens zu bestimmen. Die Kollegen müssen also immer wissen, dass auch mit dem Feedback wertschätzend umgegangen wird und Fehler als Verbesserungspotential und nicht als Versagen gesehen werden. Nur positive Kommunikation untereinander wird das erwünschte Potential des Teams heben.

So unterschiedlich einzelnes Führungsverhalten ist, so braucht man doch so etwas wie ein mindset, dass adäquates Führungsverhalten im agilen Bereich. Man muss sich als Team zu einer Sache verpflichten (Commitment), sozusagen ein klares gemeinsames Ziel haben und darf dieses nie aus dem Fokus verlieren. Experimentiergeist, Kreativität und nicht zuletzt lern- oder Entwicklungsfähigkeit muss das Führungsverhalten des Leitenden ausmachen. Er wird zum „Ermöglicher“ (dazu auch unser erster Podcast) und ist nicht Entscheider. Selbstverantwortung des Teams, aber auch der Leitenden ist ebenso wichtig. Denn nur, wenn Zusagen eingehalten werden können, nur dann besteht die Fähigkeit zu notwendigen Kollaboration, der Zusammenarbeit. Autoritäre Führungsstile sind daher i.d.R. kontraproduktiv, denn sie lassen das „Problem“ nicht bei den Handelnden und nehmen so den selbstverantworteten Spielraum, um wirklich nachhaltig besser zu werden.

„…Ohne Vertrauenskultur gibt es keine Agilität.(…)Und ohne Agilität keine Chance, die Digitalisierung wenigstens zu überleben (…). In agilen Organisation dürfen mündige und verantwortungsvolle Menschen in dezentralen Strukturen schnell kundenorientierte Entscheidungen treffen. Das braucht Vertrauen.“ …“ schreibt Dr. Markus Raitner zutreffend in der August Ausgabe seines Blogs (www.fuehrung-erfahren.de) zu dem Thema. Unternehmer, Inhaber und Verantwortliche müssen von einem positiven Menschenbild ausgehen und dürfen keine Angst haben, Führung und Privilegien auch abzugeben. Vertrauenskultur muss daher gelebt werden. Dienstpläne werden nicht verordnet, sondern man spricht sie ab und führt die notwendigen Listen, um der Gesetzeslage gerecht zu werden kooperativ. Das selbe gilt für Urlaub oder freie Tage. Da das Team nicht aus einzelnen Spezialisten besteht, die in unterschiedlichen Silos arbeiten, ist es durchaus möglich und gewünscht, dass man sich interdisziplinär aushelfen kann.

Also?

Agilität ist die Fähigkeit von Unternehmen, Stabilität und Flexibilität auszutarieren. Es ist, einmal integriert, ein Kreislauf, aus dem es kein Entkommen mehr gibt – im positiven Sinne. Denn auch unsere Umwelt wandelt sich regelmäßig (siehe VUKA Welt-Beitrag). Was Schöneres kann es also für ein Unternehmen geben, als wenn es als Referenz von einem Kunden den Satz bekommt, der folgendermaßen lautet.

„Mit STAFF RENT haben wir einen starken Partner, der Zuverlässigkeit mit stetiger Weiterentwicklung vereint.“ Das macht ein bisschen stolz und wir sagen: Danke!

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