Rock’n’Roll Christmas: Das Jahr 2019 hatte es in sich.

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Rock’n’Roll Christmas: Das Jahr 2019 hatte es in sich.

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und es wird Zeit für einen kleinen Rückblick. 2019 war nämlich wieder einmal ein Jahr, dass wir mit durchgedrücktem Gaspedal bestritten haben. Nicht in allen Feldern, aber in denen, in denen wir es uns vorgenommen haben. Ihr habt sicher gemerkt, dass lange kein Blog mehr erschienen ist – das ist dem Tempo geschuldet. Aber wir machen es jetzt wieder gut Versprochen. Wir starten diesmal im Kleinen und wenden uns dann den Branchenthemen zu, damit diejenigen, die das Makroökonomische nicht so brennend interessiert, nicht wild hin und her scrollen müssen.

Aus dem Nähkästchen.

Das Jahr des Kunden. Wir freuen uns über viele neue Kunden, die wir unterstützen dürfen. Aber wir haben uns auch konsequenterweise von einigen Kunden getrennt, die unseren Weg nicht mit uns gehen konnten oder wollten. 2019 werden wir mit einem Umsatzwachstum von über 30% abschließen. Dabei stiegen die Umsätze deutlich schneller als die Kosten, was zu einer Verbesserung unserer wirtschaftlichen Zahlen geführt hat. Größere Investitionen konnten wir direkt aus dem Cash-Flow tätigen, was uns besonders freut. Zeigt es doch, dass wir auch unsere Liquidität und unseren Cash-Flow verbessern konnten. Das alles zusammen ist nicht alltäglich dafür danken wir allen Beteiligten.

Freiwillig lassen wir uns alle 2 Jahre von den Sozialversicherungsträgern prüfen. Diese Prüfung stand 2019 an und wurde ohne Beanstandungen durchgeführt. Arbeitsunfälle gab es keine. Die Bundesagentur für Arbeit war zum wiederholten Male Gast bei uns und prüfte unsere Zuverlässigkeit im Rahmen einer turnusmäßigen Prüfung: Zum ersten Mal fielen Worte wie „vorbildlich dokumentiert“. Jeder, der schon einmal von der BA geprüft wurde, weiß, was das für ein Ritterschlag ist.

2019 verließ unser Geschäftsführer den Bundesvorstand des iGZ. Konsequenterweise beendete er mit der 2. Jahreshälfte nun auch seine Dozententätigkeit beim iGZ. So ganz aufhören kann er wohl aber nicht, denn mit Beginn 2020 wird er als Dozent bei der LANDWEHR Akademie tätig sein. Schwerpunkt: Agilität und Kommunikation. Da wir Dinge nicht halb machen, haben wir den iGZ auch als Mitglied verlassen und leben unsere eigenen Werte und Vorstellungen für uns alleine aus. Wir lehnen uns an den iGZ Tarif an, werden uns aber für die Zukunft weitere Optionen offenhalten.

Petition. Die Schriftformerfordernis muss weg.

Nachhaltigkeit und Effizienz sind für uns wichtig. Also nutzten wir die Gunst der Stunde bezogen auf die Aufmerksamkeit für den Klimawandel und brachten eine Petition in den Bundestag ein, die die Abschaffung der Schriftformerfordernis für unsere Branche forderte. Zwar war die Beteiligung mäßig und die Unterstützung seitens der Verbände nicht gegeben, aber wer nicht kämpft hat schon verloren. Es freut uns, dass unsere Petition dem Petitionsausschuss vorgelegt wurde und nun bei den zuständigen Politikern liegt, die sich mit dem Thema befassen. Das ist nicht selbstverständlich, da das Quorum von 50.000 Unterschriften deutlich verfehlt wurde. Auch kleine Dinge können großes Bewirken.

Wertschätzende und wertschöpfende Disposition

Eine unserer Kernkompetenzen ist die Disposition. Unsere Kunden möchten auf der einen Seite Planbarkeit und langfristige Unterstützung – auf der anderen Seite benötigen sie aber auch immer wieder kurzfristige Unterstützung. Wir planen dem folgend ein Unternehmen der „zwei Geschwindigkeiten“ und werden uns dem entsprechend aufstellen. Daher haben wir uns intern ebenfalls um 30% verstärkt und werden den Weg, den wir 2019 angefangen haben 2020 weitergehen. Besonders Augenmerk haben wir dabei gelegt auf unseren Social Media Auftritt. Alleine für diese Aufgabe haben wir eine Kollegin neu eingestellt.

Nach Facebook und Twitter haben wir nun auch (noch in den Kinderschuhen) unseren Instagram-Account im Blick. Wer unseren Adventskalender vom letzten Jahr auf Facebook vermisst, findet ihn jetzt hier bei Instagram. Übrigens haben wir noch nicht entschieden, wo die Spielsachen dieses Jahr hin gespendet werden sollen – folgt uns und gebt uns gute Tipps!

Nach zwei Jahren Fokus auf den Kollegen liegt nun das erste Jahr Kundenfokus hinter uns und es hat sich viel getan: Online-Befragungen waren der erste Schritt. Individuelle Rechnungen nach Kundenvorgaben, vereinfache und verbesserte Rechnungsstellung, Lastschriftmandate, und Kapazitätsangeben an Kunden vor der eigentlichen Bestellung des Kunden waren nur einige Dinge, die wir umgesetzt haben. Wer weiß – vielleicht schaffen wir ja bald ein Zeitarbeit-Abo? Lasst euch überraschen. Online wie offline. Apropos online.

Digitalisierung. SmartChilli kommt.

SmartChilli ist für uns das Synonym für eine neue Form der Zeiterfassung für alle. Kunden, Kollegen und uns. Anfang des Jahres haben wir dieses Digitalisierungsprojekt in Auftrag gegeben. Wir durften dabei auf Mittel des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zurückgreifen, die sich mit einem Zuschuss beteiligten und so das Projekt erst möglich machten. Noch verraten wir nicht zu viel. … aber: das Produkt steht, die Pilotierung läuft und wir sind davon so überzeugt, dass wir 2020 in Kooperation mit softwareproduktiv gmbh eine Beteilgungs- und Arbeitsgemeinschaft gründen, um allen dieses Tool zur Verfügung zu stellen.  Die ersten Messeauftritte werden geplant – und, wer weiss – vielleicht sieht man sich als Aussteller bei den Kongressen des BAP und des iGZ.

Eins sei aber schon verraten – es ist nicht noch eine APP.

Makro: Und täglich grüßt das Murmeltier.

Was passierte 2019, was relevant ist? Lasst uns ehrlich sein. Nicht viel.

Tarifverhandlungen. Mal wieder. Die eine Seite droht, nicht mehr weiter zu verhandeln, die andere ruft verzagt leise nach Tarifautonomie. Das Schauspiel zieht sich nun schon Monate hin und wird dieses Jahr auch wohl kein Ende finden. Also wieder dieselben Worthülsen. Nachwirkung? Ja, nein? Vielleicht? Es kommt drauf an … wir werden es erleben.

Der Arbeitsmarkt kühlt sich ab. Auch keine wirkliche Überraschung, war das doch schon klar erkennbar. Wie weit er sich abkühlt, das werden wir sehen. Ob die Zeitarbeit Frühindikator bleibt oder nicht, auch das werden wir sehen.

Neue sektorale Verbote der Zeitarbeit drohen – mittel- der unmittelbar. Dieses Mal unterstützt der iGZ die Petition, 2.500 Menschen zeichneten mit. Wieder weit am Quorum vorbei. Man merkt, es ist ein Tarifkampf- und Wahljahr. Shakespeare würde sagen „Much Ado About Nothing.“. Die Politik wird sich hier nicht in die Karten schauen lassen. Es ist Wahlkampf. Warum hier rauf Energie verschwenden? Der neue Koalitionsvertrag wird Klarheit bringen – bis dahin kann man sich drüber aufregen. Nur wird es nix bringen.

Auffällig ist die große Zahl der Startups, die sich mit der Branche beschäftigen. Vieles, aber nicht alles, dreht sich im Recruiting. Das zeigt zweierlei..

  1. Es ist Geld im System und man hat erkannt, dass hier Potentiale liegen, die neue Geschäftsmodelle heben können, denn irgendwer finanziert diese Startups
  2. Diese Branche bietet noch eine Menge Möglichkeiten, effizienter zu arbeiten und die Kollaboration in den Vordergrund zu stellen.

Finale: Was wir euch und uns wünschen.

Es wird Veränderungen geben – und das ist gut so; zeigt es doch, dass in dieser Branche Leben ist – und das sie eine Existenzberechtigung hat. Die Veränderungen kommen aber nicht vom Lohn (egal ob Pflege (zu hoch) oder Gastro (zu niedrig). Über dieses Stadium sind wir hinaus. Die Veränderungen kommen von der systematischen Seite. Die Veränderungen kommen durch clevere (digitale oder analoge) Prozesse. Dafür benötigt man keinen Quantencomputer, wie zuletzt in einer Pressemitteilung zu lesen war. Man benötigt lediglich ein Verständnis für die Prozesse, den Fokus auf den Kunden und das Wissen um seine Alleinstellungsmerkmale. Na ja, und einen handelsüblichen PC … .

 

.Insanity is repeating the same mistakes and expecting different results.
Unbekannter Autor, Narcotics Anonymous organization, 1981

 

Wir wünschen allen Beteiligten einen klaren Blick auf sich und auf ihre Stärken. Kreativität und den Mut zu Neuem. Wir wünschen allen das Selbstbewusstsein, nicht verstohlen auf den Wettbewerber zu schielen, sondern Spaß zu haben am Auszuprobieren und am besser werden.

Kommt Weihnachten gut runter – und rüber nach 2020. Macht nur nicht in 2020 dasselbe wie in 2019. Das wäre traurig.

 

EUER STAFF RENT TEAM

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